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Chio Chips pfeift seinen Kunden was

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Chio

Vor ein paar Tagen im Supermarkt: Während ich meinen Blick über das Käseangebot in der Kühltheke wandern ließ, pfiff es aus den Lautsprechern – und ich dachte an Chips. An Chio Chips, wie ich nach kurzem Nachdenken feststellte.

Und weil ich gerade beginne, mich intensiver mit akustischer Markenführung zu befassen, wurde ich besonders hellhörig. Der Grund: Die normalerweise als Werbespot-Abbinder benutzte gepfiffene Version des Chio-Soundlogos schallte im Supermarkt ganz ohne Werbespot aus den Lautsprechern. Intersnack scheint zurzeit ein wenig mit den Möglichkeiten des Audio Brandings zu experimentieren. Zumindest ist mir bisher noch nie die Verwendung eines losgelösten und komplett „sprachlosen“ Soundlogos am POS aufgefallen. Auf jeden Fall war es eine angenehmen und (wenigstens bei mir) wirksame Abwechslung von den nervigen Audio-Werbespots, die normalerweise in regelmäßigen Abständen die Musikuntermalung unterbrechen.

Chio Chips

Auch auf der Chio-Website (Achtung: Flash) gibt’s was auf die Ohren. Neben einem eher unspektakulären Winamp-Skin steht ein komplettes Audioschema für Windows zum Download bereit.

Daran wird dein Rechner ganz schön was zu knabbern haben. Das Chio-Soundprofil versorgt dich mit knusprig-krossen Warntönen, die deine Umgebung zur Verzweiflung bringen werden.
Quelle: chio.de

Grundsätzlich keine schlechte Idee. So bekommt der Chips-liebende Computernutzer das Chio-Soundbranding regelmäßig um die Ohren geschlagen (zumindest so lange, bis es nervig wird) – und das auch noch auf eigenen Wunsch. Wie die „knusprig-krossen Warntöne“ wirklich klingen, kann ich leider nicht sagen, denn beim Installationsversuch des Audioschemas erhielt ich gleich zu Beginn eine nette Fehlermeldung:

Chio Theme Installer Version 1 ist auf Ihrem System (Windows XP) nicht lauffähig! Es ist möglich, dass einige Funktionen nicht genutzt werden können. Soll die Anwendung trotzdem installiert werden?

Ich habe dann doch lieber auf „Nein“ geklickt. Da bin ich unbarmherzig: Wenn sich ein solcher Werbe-Gag nicht ohne Fehlermeldung auf meinem Rechner installieren lässt, hat er dort nichts zu suchen. Wieso der Installer ausgerechnet bei einem so weitverbreiteten Standard-Betriebssystem wie Windows XP muckt, ist unverständlich. Technischer K.o. in der ersten Runde – schade. Da sollten Interbrand und die produzierende Agentur erica ELEKTROMEDIEN noch einmal ins stille Kämmerlein und ihre Hausaufgaben machen.

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