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Nach dem erstaunlichen Erfolg der Million Dollar Homepage buhlen nun allerorten die Nachahmer um potenzielle Pixel-Käufer. Während swisspixels.ch die schweizer Surfer mit einer in 10 × 10 Pixel große Blöcke unterteilten schweizer Flagge beglückt, trumpft man in Deutschland so richtig auf: Die Berliner Brightsite GmbH betreibt gleich sieben Pixelverkaufsportale mit den sinnigen Namen 1centpixel.de, 2centpixel.de, 5centpixel.de, 10centpixel.de, 20centpixel.de, 50centpixel.de und 100centpixel.de.
Wenn man sich die Seiten ansieht, merkt man jedoch, dass sich die Pixelverkaufszahlen im deutschsprachigen Raum bisher sehr in Grenzen halten. Während bei der Million Dollar Homepage die ungewöhnliche Idee, mit mehr oder weniger „nichts“ Geld zu verdienen, für reichlich Medienecho und starke Verkaufszahlen sorgte, sind die deutschen Trittbrettfahrer-Portale einfach nur langweilig, uninspiriert und abgekupfert.
Wahrscheinlich wird all diese virtuellen Litfasssäulen kurz- oder mittelfristig ohnehin das gleiche Schicksal zuteil, das schon unzähligen Homepage-Leichen vor ihnen widerfahren ist: Das einsame und unbesuchte Versauern auf irgendeinem Server. Denn wenn die Attraktivität des Ungewöhlichen sich erst einmal gelegt hat, wird man die Seiten als das ansehen, was sie eigentlich sind: Inhaltslose Hüllen für unzählige kleine Werbebanner.
Auch wenn ich Alex Tews Idee der Million Dollar Homepage genial finde und ihm jeden Cent seiner bisher verdienten knapp 540.000 $ gönne, bezweifele ich, dass sich in fünf Jahren (so lange soll die Website mindestens online sein) noch irgendjemand für das mittlerweile augenkrebserregende Gebilde interessiert. Alex Tew kann das natürlich egal sein. Die Kosten für sein Studium sind bereits weit mehr als gedeckt. Und bei dieser Referenz wird ihm jede Werbeagentur oder Unternehmensberatung sicherlich mit Kusshand einen Job anbieten. Wenn er es auf absehbare Zeit überhaupt noch nötig hat zu arbeiten …

