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Automobil-Trends im deutschen Web 2.0

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Das Hamburger Trend- und Meinungsforschungsinstitut ethority hat gestern die Ergebnisse einer Studie zum Thema „Automobile in konsumentengenerierten Medien“ vorgestellt. Trends mit steigender Diskussionsdichte sind die Themen „alternative Antriebsarten“ und „Autokauf im EU-Ausland“.

Die Studie basiert auf 23.298 zwischen März und Mai 2007 erfassten Beiträgen aus zehn themenrelevanten Foren, von denen eine Stichprobe von 1.262 Beiträgen in die Studie aufgenommen wurde. Zusätzlich wurden lt. ethority Postings in diversen Weblogs ausgewertet. Detaillierte Zahlen hierzu sind mir allerdings nicht bekannt.

Worüber wird am meisten diskutiert?

In Weblogs waren die Themen alternative Antriebe (21 %), Kraftstoffverbrauch (20 %) und Händler (16 %) vorherrschend. In Foren waren die meistdiskutierten Themen Werkstätten (25 %), Händler (24 %) und Kraftstoffverbrauch (19 %).

Hier zeigt sich ein leichter Unterschied zwischen Blogs und Foren. Während in den Foren der Austausch von „alltagsrelevanten“ Erfahrungen mit herstellerspezifischen Werkstätten und einzelnen Händlern fast die Hälfte des Diskussionsvolumens ausmachen, kommen diese beiden Themen in Blogs nur auf rund ein viertel der Beiträge. Dafür sind zukunftsorientierte Trendthemen wie alternative Antriebe, Kraftstoffverbrauch und CO2-Emission in Blogs wesentlich häufiger anzutreffen als in Forendiskussionen. Dies liegt wohl an der starken Praxisnähe der Diskussionsforen und der eher journalistisch-redaktionellen Ausrichtung der Fachblogs.

Was bedeutet das für das Automobilmarketing?

Wirklich revolutionär sind die Erkenntnisse, die man aus der Studie ableiten kann, nicht. Doch noch längst nicht alle Automarken haben ihre Hausaufgaben in diesen Bereichen gemacht.

  • Umweltthemen sind stark im Kommen. Statt Hochglanz-Greenwashing sind echt Innovationen und Informationen gefragt. Dabei darf es nicht ausschließlich um das eigene Produkt gehen, sondern auch um die Rahmenbedingungen umweltfreundlicher Technologien. Die Studie zeigt, dass häufig Bedenken hinsichtlich der Abdeckung durch Tankstellennetze für alternative Kraftstoffe geäußert werden. Dies ist kein reines, aber eben auch ein Marketingthema.
     
  • Händler und Werkstätten sind ein sehr wichtiger Teil der Markenerfahrung. Vor allem die Unterstützung bei Mitarbeiterschulungen und der Optimierung von organisatorischen Abläufen des Händlers können eine gute Investition in die langfristige Zufriedenheit mit einer Automarke sein. Die von mir subjektiv beobachtete Zunahme von Mehr-Marken-Händlern ist hierbei sicherlich eine zusätzliche Herausforderung.
     
  • Die Bereitschaft, Autos im europäischen Ausland zu erwerben, nimmt signifikant zu. Autokäufer stellen sich immer häufiger die Frage, ob der Kauf eines Autos im europäischen Ausland günstiger ist. Eine konsistente und transparente Preispolitik auf europäischer Ebene wird zunehmend notwendig.
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