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Geldwerte Kundenkommunikation – Kataloginhalte, die sich bezahlt machen

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Nebenbei und obendrein

Haben Sie schon einmal versucht, für „normale“ Newsletter-Inhalte Geld zu verlangen? Abgesehen von kommerziellen Newslettern von Börsen-Infodiensten und ähnlichen Unternehmen, klingt dieses Vorhaben zunächst ein wenig abwegig. Doch in Rahmen einer Zweitverwertung kann dieses Vorgehen funktionieren – Qualität vorausgesetzt.

Ich war recht erstaunt, als ich vor einigen Tagen wieder einmal Post des Retroversandhauses Manufactum erhielt. Ab und zu bestelle ich dort. Deswegen schickt man mir regelmäßig den Monatsbrief eine handliche 40-seitige Broschüre im DIN-Lang-Format mit Highlights aus dem aktuellen Katalogprogramm. Wie bei Manufactum üblich, enthält das kleine Druckwerk für Versandhausverhältnisse ungewöhnlich lange Texte, in denen es nicht nur um die Produkte, sondern auch um deren Geschichte und ihre Verwendung geht.

Meine Aufmerksamkeit wurde jedoch von der Beilage mit Auszügen aus dem aktuellen Manuscriptum-Verlagsprogramm geweckt. Dort wurde nämlich direkt auf der ersten Seite das Buch „Nebenbei und obendrein“ des ehemaligen Manufactum-Geschäftsführers Thomas Hoof angepriesen. Auf 160 Seiten findet sich das Beste aus 19 Jahren „Hausnachrichten“:

„Die ‚Hausnachrichten‘ von Manufactum: über fast zwei Jahrzehnte Instrument eines ungewöhnlich lebendigen Dialogs zwischen Unternehmer, Kunden und Lesern. Die Gedanken- und Ideenwelt hinter den Produkten bildet einen Schwerpunkt, einen anderen all das, was auf Wollen, Werden und Wachsen des Unternehmens von außen einwirkt – vom Elend heutiger Warenwelten über Globalisierung, Sprachverwahrlosung und Werbung bis zur ‚Neuen Ökonomie‘.“
Quelle: Manufactum

Lesenswerte Kommentare, Kleinessays und Glossen des Manufactum-Gründers wurden zu einem Buch zusammengefasst. 12,80 Euro kostet das Werk. Und auch ohne es gelesen zu haben, bin ich mir sicher, dass es unter den Manufactum-Kunden genügend interessierte Leser gibt, die das Buch mit seinen „hochinteressanten Beiträgen zu einer Kulturgeschichte unserer Zeit“ bestellen werden. Und nicht nur das – die doch recht ungewöhnliche Idee hat einiges an Mundpropaganda-Potenzial.

Die Idee, die hinter diesem Projekt steckt, zeigt zweierlei. Zum einen sagt es etwas über Aufwand und Sorgfalt der Kundenkommunikation aus. Überlegen Sie doch einmal, ob Sie Ihren Kunden im Rahmen der regelmäßigen Kundenkommunikation Informationen, Einblicke oder Wissen bieten, für das Ihre Zielgruppe eigentlich sogar bereit wäre zu zahlen. Wenn Sie diese Frage mit ja beantworten können, dann offerieren Sie Ihren Kunden einen echten Mehrwert, der ganz klar die Kundenbindung unterstützt. Insbesondere Kundenzeitschriften bieten sich mit ihrem redaktionellen Konzept dafür an. Doch auch auf allen anderen Kommunikationskanälen lassen sich solche wertigen und wertvollen Inhalte verbreiten.

Zum anderen können Sie selbst einmal überlegen: Haben Sie in Ihren Archiven vielleicht ähnlich wertvolle „Schätzchen“, die Sie im Rahmen einer Zweitverwertung für Ihre Öffentlichkeitsarbeit und/oder Kundenbindung nutzen können? Dinge, über die es sich lohnt zu sprechen? Dann nutzen Sie sie. Das muss nicht zwangsläufig im Rahmen einer bezahlten Abgabe sein. Doch wenn dies gelingt – umso besser. Dann ist auch der Marketingcontroller zufrieden.

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  • Das ist eine sehr gute Idee.
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