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Jetzt ist es amtlich: Das Internet ist das einflussreichste Medium

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@-Zeichen im Sessel

Eine Studie von des Marktforschungsunternehmens Harris Interactive und der PR-Agentur Fleishman-Hillard hat den Einfluss der verschiedenen Medien auf die Kaufentscheidungen von Briten, Deutschen und Franzosen untersucht. Das Web liegt dabei ganz klar auf Platz 1.

Fernsehen weit abgeschlagen

Weit abgeschlagen folgt auf dem zweiten Platz das Fernsehen, gefolgt von den Printmedien. Beinahe noch beachtlicher als die Reihenfolge sind jedoch die Abstände zwischen den einzelnen Medien. Das Internet ist gemäß der Studienergebnisse ungefähr doppelt so einflussreich wie das Fernsehen und sogar achtmal so einflussreich wie die traditionellen Printmedien.

Wenig Vertrauen in Online-Kommunikation von Unternehmen

Die Internet-Aktivitäten vieler Unternehmen kommen dabei jedoch nicht ganz so gut weg. Während beispielsweise 66 Prozent der befragten, online recherchierenden bzw. kaufenden, britischen Konsumenten angeben, das Web helfe Ihnen, bessere Kaufentscheidungen zu machen, vertrauen lediglich 28 Prozent den Informationen, die Unternehmen im Netz bereitstellen. Dies gilt besonders für Entscheidungen, die von hohem persönlichen Interesse sind. Hier sind Social-Media-Angebote und Produktbewertungs-Portale die klaren Favoriten der Studienteilnehmer.

Während die Marketing-Fachzeitschrift W&V im Herbst letzten Jahres noch schrieb „TV wird nach der OMD-Prognose die Rolle als Leitmedium in wenigen Jahren an das Internet abgeben.“ (Quelle: W&V Nr. 44/2007), verläuft die Entwicklung offenbar doch schneller als erwartet. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Doch Tatsache ist: Langsam aber sicher dürfte auch der letzte Marketing-Verantwortliche begreifen, dass ohne eine gute Online-Marketingstrategie in Zukunft kein Geschäft mehr zu machen sein wird.

Dave Senay, CEO von Fleishman-Hillard betont die richtungweisende Bedeutung der Studienergebnisse:

„The research shows that the Internet stands out as the most important medium in the lives of European consumers today. But there’s a mismatch between the impact of the digital channel across a wide range of consumer behaviours and decisions and the proportion of resources organisations generally are allocating to it relative to other media.“
Quelle: Fleishman-Hillard

Ein Whitepaper zur Studie (PDF) fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen. Auf die Studie wurde ich übrigens beim Fischmarkt aufmerksam.

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  • Also ich hab eher die umgekehrte Erfahrung gemacht, was das Vertrauen der Kunden angeht. Im Finanzbereich gelten da etwas andere Regeln. Die Kunden vertrauen hier einem bankenunabhängigen oder doch zumindest umfassenden Vergleich wesentlich mehr, als dem "Berater" einer Bank. Darüber hinaus steigt die Apzeptanz des Internet als Informations- und auch Kaufmedium von Jahr zu Jahr, was nicht nur steigende Nutzerzahlen, sondern auch steigende Umsätze pro Kunde belegen.
  • Das passt schon zusammen. Wem vertrauen Sie mehr, wenn Sie sich, sagen wir mal ein neues Handy kaufen wollen? Dem Verkäufer im Handy-Shop, der Ihnen verständlicherweise vor allem die Vorteile des in Frage kommenden Gerätes präsentiert? Oder den Erfahrungsberichten eines Freundes, der genau dieses Gerät seit einigen Monaten nutzt?

    Unternehmen – und zwar sowohl in B2C- als auch in B2B-Märkten – müssen unweigerlich begreifen, dass Mundpropaganda mithilfe des Internets nicht nur in der Theorie global stattfinden kann, sondern es schon längst real tut. Und auch wenn Mundpropaganda nicht so einfach "beherrschbar" ist, wie sich Marketer das gerne wünschen, kann man doch einiges tun, um effektiv mit dieser wohl nach wie vor wirkungsvollsten Marketingmethode umzugehen.

    Ich empfehle daher jedem die Lektüre von Bernd Röthlingshöfers Buch "Mundpropaganda-Marketing".
  • Vielen Dank für den Artikel.
    Der Trend das Internet zu nutzen, um eine Kaufeintscheidung zu treffen, ist für mich nachvollziehbar. Wie paßt das aber zusammen mit dem Ergebnis, dass Kunden wenig Vertrauen haben in bereit gestellten Informationen?
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