
Aus meiner Sicht erfreulich marketinglastig ging es beim gestrigen Webmontag in Nürnberg zu. Aus Andreas Pilz’ Vortrag über die Produktion von Screencasts und der Vorstellung seines Projekts learn2use entwickelte sich eine lebhafte Diskussion um die Erfolgsmöglichkeiten von Web-2.0-Startups.
„Marketinglastig“ meine ich dabei im ursprünglichen Wortsinn, denn es ging nicht (nur) um Marketingkommunikation, sondern tatsächlich um die Vermarktung und die Marktausrichtung von Produkten und Unternehmen.
Money, Money, Money
Sehr offen und mit für eine webzweinullige Veranstaltung angenehm realistischen Einschätzungen tauschten sich die knapp zwei Dutzend (grobe Schätzung) Teilnehmer über die Chancen und Risiken verschiedener Monetarisierungsmodelle in den Businessplänen von (nicht nur) Web-2.0-Startups aus. Im Gegensatz zu dem in letzter Zeit für meinen Geschmack zu häufig gesehenen Hype „Wir machen ein tolles Social-Network-Community-Web-2.0-Portal-Startup ohne USP und Refinanzierungsmodell, dafür aber mit viel Selbstüberschätzung“ ging es hier deutlich realistischer zu. Nicht zuletzt da einige erfahrene Geschäftsleute und Vertriebsprofis mit von der Partie waren, wurde nicht nur die schöne bunte, von Expansionsplänen und -träumen geprägte Seite eines Sturtups beleuchtet. Auch der Vergleich mit realistischen Möglichkeiten und Alternativen kam nicht zu kurz. Besonders spannend aus meiner Sicht war die Tatsache, dass auch über Vertriebsmöglichkeiten im B2B-Sektor gesprochen wurde.
Mein persönliches Fazit
Skalierbarkeit ist nicht alles. Die Garantie zum Reichwerden beinhalten sie jedenfalls nicht zwangsläufig. Dienstleistungen sind zwar (fast) nicht skalierbar, können jedoch eine interessante Alternative oder Ergänzung zu manch vielgepriesener Selbstläufer-Produktidee im neuen Mitmach-Web sein.
Und zu guter Letzt: Danke an Andreas Pilz für seine Offenheit und Kompliment für seine „Standhaftigkeit“ bei der Diskussion.

