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Online-Marketing-Grundlagen: Ohne RSS-Feed, ohne mich!

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RSS-Feed-Icon

RSS-Feeds werden noch immer von vielen Marketing-Verantwortlichen als Nice-To-Have-Feature einer Website abgetan, das für die Online-Strategie nicht so richtig relevant ist. Tatsächlich waren RSS-Feeds lange Zeit für Otto-Normal-Surfer zu kompliziert zu nutzen. Doch das ändert sich, wie aktuelle Studien belegen.

Aktuelle Zahlen zur Nutzung von RSS-Feeds

In seinem Vortrag über RSS-Marketing auf dem Internet World Kongress 2008 präsentierte Nico Zorn aktuelle Zahlen. Demnach können laut einer Umfrage von eResult 43 Prozent der deutschen Internet-Nutzer mit dem Begriff „RSS-Feed“ etwas anfangen, 33 Prozent nutzen RSS-Feeds auch tatsächlich. Eine Nielsen/NetRaitings-Umfrage von 2005 postuliert gar, dass 83 Prozent der Internet-Nutzer RSS-Feeds verwenden, ohne es zu wissen.


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RSS-Feeds sind auch für Suchmaschinenoptimierung sinnvoll

Wer auf schnelles und zuverlässiges Indiziert-werden neuer Inhalte seiner Website Wert legt, sollte RSS-Feeds unbedingt nutzen. Von der Veröffentlichung neuer Inhalte bis zur Auffindbarkeit bei Google in nur wenigen Minuten – mit einem RSS-Feed und einem Ping auf die Google Blog-Suche ist das kein Problem. Mehr darüber erfahren Sie im Artikel „Ruck zuck gefunden werden bei Google – dank RSS-Feed und Ping“.

RSS-Feeds für alle Website-Inhalte, die regelmäßig aktualisiert werden

Da RSS-Feeds mit den meisten Content-Management-Systemen schnell und einfach erzeugt sind, plädiere ich bei jedem Website-Relaunch eines Kunden für ein möglichst umfangreiches RSS-Angebot. Die kleinen Buttons stören zudem nur sehr selten im Layout. Und Zur Jeder Website-Bereich, in dem es häufig Aktualisierungen und Ergänzungen gibt, sollte auch per RSS-Feed abonnierbar sein. News, Pressemeldungen, Veranstaltungs- und Finanzkalender sowie Softwareupdates sind typische Bereiche, in denen das Anbieten eines RSS-Feeds meiner Meinung nach heutzutage zum guten Ton gehört. Bei Corporate Blogs ist der RSS-Feed ohnehin Pflicht.

Ohne RSS-Feed, ohne mich!

Ein Negativbeispiel für einen fehlenden RSS-Feed ist die Website der Nürnberger Nachrichten. Jahrelang habe ich mich geärgert, dass ich die Lokalnachrichten nicht in meinen RSS-Reader bekommen kann. Und täglich die NN-Website aufzurufen entspricht ganz einfach nicht meinem Nutzungsverhalten. Nachrichten spielen sich in meinem RSS-Reader ab. Zumindest die Teaser will ich dort vorfinden. Bei Interesse am Thema bin ich gerne bereit, mich zum kompletten Artikel auf der eigentlichen Website durchzuklicken.

Mittlerweile habe ich das Problem über einen Umweg gelöst. Mithilfe des Dienstes Feed43 lasse ich mir von den für mich interessanten Ressorts der NN-Website RSS-Feeds generieren. Die Einrichtung dieses HTML-Seite-zu-RSS-Feed-Konverters ist zwar ein wenig aufwändig. Dafür kann ich endlich die Lokalnachrichten angenehm dort lesen, wo ich sie lesen will. Die Nürnberger Nachrichten haben übrigens auch etwas davon: Ich besuche die NN-Website so oft, wie noch nie. Technisch bedingt enthalten die selbstgebauten RSS-Feeds nämlich nur Anrisse der Artikel. Um die Artikel vollständig lesen zu können, muss ich mich zur Website durchklicken. Die offensichtliche Angst des Verlages vor sinkenden Website-Besucherzahlen durch RSS-Feeds ist folglich unbegründet. Das Gegenteil ist der Fall.

Ein zweites Negativbeispiel ist die aktuell vielverlinkte Suchmaschinen-Studien-Plattform Full Value Of Search von Google. Dort gibt es regelmäßig neue Studien sowie das „Chart des Tages“. Wunderbar, sehr nützlich und relevant für mich. Aber warum um alles in der Welt kann ich diese Inhalte nicht abbonnieren? Google betreibt diese Website letztlich, um mit den Studien und Untersuchungen die Wertigkeit Ihrer Produkte und Werbedienstleistungen zu untermauern. Glauben die Google-Marketer wirklich, dass ich voller Begeisterung jeden Tag die URL eintippe, nur um einen Blick auf das Chart des Tages zu werfen? Tut mir leid, so wichtig ist das dann doch nicht. Warum macht Google es mir so schwer, diese Inhalte komfortabel anzusehen? Gerade Google sollte doch wissen, wie man mit RSS-Feeds umgeht.

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  • http://intelligentesleben.blogspot.com Alexander

    Volle Zustimmung!
    Fehlende RSS-Feeds beim deutschsprachigen http://www.lovelybooks.de sind der Hauptgrund, warum ich stattdessen das englischsprachige http://www.goodreads.com nutze.

  • http://kinder-schlitten.de Ronny

    Ich nutze diese Feeds nur indirekt. Ich lese gern was so los ist und was Blogger dazu schreiben und vor allem meinen. Doch ich abonniere nur die Blogs, die den Feed mit E-Mail-Benachrichtigung bei Änderung anbieten. Ich will nicht jeden Tag meinen Feed-Reader aufmachen. Mir ist es lieber, ich bekomme eine Mail mit Teaser und dann entscheide ich ob ich weiterlese oder nicht. Und da ich sowieso E-Mails nutze spare ich mir ein weiteres Programm (den Reader).

  • http://www.twitter.com/fiacyberz fiacyberz

    Dank des simplen RSS Readers im IE7/IE8 bin ich auch regelmäßig am lesen, ein Teaser dort sollte aber das Maximale sein, da sonst die User flöten gehen.
    Im FF dinde ich die RSS Funktion nicht sehr schön gelöst, da braucht man wieder ein AddOn, was die meisten wohl nicht installieren werden.